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Financial Glossary | Deflation

Kurzdefinition - Deflation

"Deflation bedeutet sinkende Preise aufgrund geringer Nachfrage im Vergleich zum Angebot, was negative Auswirkungen wie Arbeitslosigkeit und verringerte Wirtschaftsleistung mit sich bringt. Oft ist sie begleitet von wirtschaftlichen Depressionen, die wirtschaftspolitische Maßnahmen erfordern."

Was ist Deflation? 

Deflation bedeutet, dass die Preise für Waren und Dienstleistungen in der Volkswirtschaft stetig sinken. Deflation tritt auf, wenn es insgesamt zu wenig Geld im Umlauf gibt – verglichen mit der Menge an Waren und Dienstleistungen, die in der Wirtschaft vorhanden sind. Die Nachfrage nach Gütern ist also geringer als das, was insgesamt angeboten wird. 

 

Wie entsteht eine Deflation? 

Deflation kann verschiedene Ursachen haben. Dazu gehören eine zu restriktive Geldpolitik der Zentralbank, eine Überproduktion von Gütern oder hohe Einfuhrüberschüsse, die Geld aus dem Land abfließen lassen. 

 

Warum ist eine Deflation schlecht? 

Unternehmen erwarten geringere Gewinne. Das führt dazu, dass sie weniger investieren und ihre Produktion einschränken, zum Beispiel durch Kurzarbeit oder Schließung von Standorten. Die Arbeitslosigkeit steigt und Menschen haben weniger Einkommen. Dadurch schrumpft die Nachfrage nach Konsumgütern und die Steuereinnahmen des Staates gehen zurück. Insgesamt verringert sich die gesamte Wirtschaftsleistung. Deflation tritt meistens zusammen mit einer wirtschaftlichen Depression auf. Sie erfordert daher wirtschaftspolitische Gegenmaßnahmen, um die Nachfrage wieder zu steigern.  

Verwandte Begriffe

Inflation

Inflation bezeichnet den langfristigen Anstieg der Preise, was einen Wertverlust des Geldes zur Folge hat. Der Begriff leitet sich vom lateinischen Wort "inflatio" ab und bezieht sich auf das Aufblähen der Geldmenge, wobei eine moderate Inflation ein Anzeichen für eine gesunde Wirtschaft ist, während eine extrem hohe Inflation destabilisierend und schädlich für eine Volkswirtschaft wirken kann. 

Europäische Zentralbank

Die Europäische Zentralbank (EZB), gegründet 1998, ist die unabhängige Zentralbank der Europäischen Union mit Sitz in Frankfurt am Main. Sie ist verantwortlich für die Wahrung der Preisstabilität und führt Geldpolitik, Devisengeschäfte und Euro-Banknotenverteilung durch.