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Die Reise ins Familienleben: Schritte zur finanziellen Sicherheit für junge Eltern

Die Geburt eines Kindes ist zweifellos eines der schönsten und aufregendsten Abenteuer im Leben eines Menschen. Es ist ein Moment, auf den man sich lange vorbereitet hat und der dem Leben eine ganz neue Bedeutung verleiht. Doch während die Freude über ein neues Familienmitglied groß ist, ist es trotzdem wichtig, sich Gedanken über die finanzielle Seite dieser Reise zu machen.

Redaktions-Team | Okt. 9, 2023 5 min
Die Reise ins Familienleben: Schritte zur finanziellen Sicherheit für junge Eltern

Wie viel kostet eigentlich ein Kind?

Laut Statistischem Bundesamt lagen die privaten Konsumausgaben im Jahr 2021 im Haushalt eines Paares mit Kindern monatlich bei 3. 819 Euro und im Haushalt eines Paares ohne Kinder bei 3. 340 Euro. Im Vergleich dazu gaben Alleinlebende nur circa 1. 658 Euro im Monat aus.

1. Kindergeld

Seit dem 1. Januar 2023 erhalten Eltern für jedes Kind monatlich 250 Euro.

2. Sofortzuschlag

Der Staat möchte Familien und Alleinerziehende mit wenig oder gar keinem Einkommen helfen. Dafür haben sie den Sofortzuschlag ins Leben gerufen. Seit Juli 2022 erhalten bestimmte Familien einen monatlichen Sofortzuschlag von 20 Euro. Müssen Familien den Sofortzuschlag beantragen? Nein. Der Sofortzuschlag wird durch die Stellen, die auch die Grundleistung auszahlen, überwiesen.

3. Kinderzuschlag

Der Kinderzuschlag soll Alleinerziehende und Familien unterstützen, die ein geringes Einkommen haben. Der Höchstbetrag des Kinderzuschlags wurde am 1. Januar 2023 nochmals auf monatlich 250 Euro erhöht. Muss der Kinderzuschlag beantragt werden? Ja. Nicht jede Familie oder alleinerziehende Person hat Anspruch auf den Kinderzuschlag. Hier kannst du schauen, ob du die Voraussetzungen für den Kinderzuschlag erfüllst. Und hier findest du dann den Antrag.

 

 

4. Elterngeld

Das Elterngeld ist für Familien und Alleinerziehende, um das fehlende Einkommen nach der Geburt des Kindes aufzufangen. Es gibt das Basiselterngeld und das ElterngeldPlus.

Basiselterngeld

Beim Basiselterngeld steht den Eltern die finanzielle Unterstützung insgesamt 14 Monate lang zu, wenn sich beide Elternteile an der Betreuung des Kindes beteiligen. Sie können sich die Monate einfach untereinander aufteilen. Ein Elternteil darf sie für mindestens zwei bis höchstens zwölf Monate in Anspruch nehmen. Wenn Alleinerziehende das Basiselterngeld beziehen, dürfen sie die vollen 14 Monate in Anspruch nehmen. Wie viel Geld bekommen Familien oder Alleinerziehende eigentlich beim Basiselterngeld? Im Monat liegt die Summe zwischen 300 Euro und 1.800 Euro.

ElterngeldPlus

Mit dem ElterngeldPlus können Paare und Alleinerziehende den Beruf und die Familie noch besser miteinander vereinbaren. Während des Bezugs von ElterngeldPlus können Eltern in Teilzeit arbeiten. Das heißt, dass die Höhe des ElterngeldPlus durch die Teilzeittätigkeit nicht beeinflusst wird. Cool, oder? Das ElterngeldPlus können Eltern doppelt so lang wie das Basiselterngeld, also 28 Monate, bekommen. Im Durchschnitt liegt die Höhe des ElterngeldPlus bei 150 Euro bis 900 Euro im Monat.

Tipps für die Finanzplanung

Natürlich ist die Gründung einer Familie eine aufregende und bedeutende Phase im Leben eines Menschen. Doch mit dieser neuen Verantwortung gehen auch neue finanzielle Herausforderungen einher, die man meistern muss. Wir haben 5 hilfreiche Tipps zusammengetragen, die dir bei der finanziellen Planung helfen können.

 

Tipp 1: Erstelle einen Haushaltsplan 

Ein stabiles finanzielles Fundament ist oft das Ergebnis eines gut organisierten Haushaltsplans. Für einen Haushaltsplan musst du alle deine oder eure monatlichen Einnahmen und Ausgaben notieren. Das musst du aber nicht alleine machen, sondern kannst dir beispielweise durch unsere Riverty Back in Flow App helfen lassen. Die App listet dir übersichtlich alle deine Einnahmen und Ausgaben auf. So hast du immer den genauen Überblick über deine finanzielle Situation. Durch die Führung eines Haushaltsbuches kannst du deine Ausgaben gezielt kontrollieren und mögliches Einsparpotenzial finden. Natürlich möchtest du deinem Kind nur das Beste bieten, aber prüfe monatlich deine Ausgaben und ihre Sinnhaftigkeit. Wir alle kaufen sicherlich mal Dinge, die wir eigentlich gar nicht brauchen.

Unser Tipp: Kinder wachsen schnell aus ihren Klamotten wieder raus. Anstatt alle paar Monate wieder brandneue Sachen zu kaufen, kannst du auch mal Secondhand-Plattformen durchforsten. Dort findest du schöne und hochwertige Klamotten zu einem guten Preis. So sparst du nicht nur Geld, sondern tust auch noch was für die Umwelt. Das nennen wir eine Win-win-Situation!

 

Tipp 2: Bilde einen Notfallfonds

Ein Notfallfonds ist wie ein Notgroschen. Er ist ein finanzielles Polster, das dich schützt, wenn dich unerwartete Ausgaben treffen. Als Faustregel solltest du versuchen, drei bis sechs Monatsgehälter zu sparen. Doch das ist nur eine Faustregel und du kannst natürlich so viel Geld sparen, wie es dir möglich ist. Durch einen Notfallfonds vermeidest du es, dich bei unvorhergesehenen finanziellen Problemen zu verschulden. Nimm dir vor, bis zur Geburt deines Kindes einen ordentlichen Notfallfonds aufgebaut zu haben.

 

Tipp 3: Das Mehrkontenmodell

Mit dem Mehrkontenmodell kannst du dein Geld auf mehrere Konten verteilen und hervorragend deine Finanzen organisieren. Richte dir einfach monatliche Daueraufträge ein, die dein Geld von deinem Hauptkonto bzw. Girokonto auf deine Unterkonten überweisen. Jedes Konto hat einen eigenen Zweck:

Ein Konto für monatliche Fixkosten: Auf diesem Konto hast du das Geld für deine Miete, den Strom und deine Versicherungen.

Ein Sparkonto: Auf dein Sparkonto überweist du monatlich Geld, um auf ein Ziel hinzusparen. Vielleicht möchtest du gemeinsam mit deiner Familie in den Urlaub oder ein neues Auto kaufen.

Ein Konto für Notgroschen: Notgroschen sind äußerst wichtig, denn es kann immer mal was kaputt gehen, das du reparieren oder sogar ersetzen musst. Versuch jeden Monat, einen Betrag auf dieses Konto zu überweisen.

Ein Konto für die Zukunft deines Kindes: Richte dir einen Dauerauftrag ein, der monatlich einen bestimmten Betrag auf dieses Konto überweist, um für die Zukunft deines Kindes zu sparen. Denn dein Kind möchte bestimmt mal ein Auto kaufen, in eine eigene Wohnung ziehen und vielleicht auch studieren. Dann kann es das angesparte Geld nutzen.

Ein Konto für Freizeit und Unterhaltung: Gemeinsame Quality-Time ist wichtig. Du solltest einen kleinen Betrag deines Einkommens für deine Freizeit oder die Freizeit mit deinem Kind zur Seite legen.

 

Tipp 4: Überprüfe deine Versicherungen

Wenn die Familie wächst, möchtest du sichergehen, dass du ordentlich versichert bist. Doch die Versicherungen sollten dein Haushaltsbudget nicht sprengen. Deswegen solltest du dich erst mal auf die wichtigsten Versicherungen konzentrieren. Die Krankenversicherung ist für jeden Menschen ein Muss. Die private Haftpflichtversicherung ist eine der wichtigsten Versicherungen, denn sie schützt dich, wenn ein Mensch durch deine Schuld zu Schaden kommt. Insbesondere für Familien ist die Berufsunfähigkeits- und die Risikolebensversicherung wichtig. Mit diesen Versicherungen ist deine Familie versorgt, falls du nicht mehr arbeiten kannst oder gar stirbst. Wenn du ein Auto besitzt, musst du eine Kfz-Haftpflichtversicherung abschließen. Zu guter Letzt zahlst du in die gesetzliche Rentenversicherung ein, wenn du angestellt bist. Wenn du selbstständig bist, kannst du freiwillige Beiträge für deine Rente zahlen.

Unser Tipp: Vergleiche Versicherungen in Online-Vergleichsportalen, wie check24 oder idealo. Vielleicht findest du dort eine günstigere Versicherung mit den gleichen Konditionen.

 

Tipp 5: Setze dir Ziele

Es ist wichtig, sich Ziele für die Zukunft zu setzen. Wenn du dein Kind mit deinem:r Partner:in großziehst, ist es wichtig, dass ihr euch gemeinsame Ziele setzt. Sprecht offen über eure Wünsche und Ziele und lauft jederzeit gemeinsam in eine Richtung. Du oder ihr könnt zwischen kurzfristigen, mittelfristigen und langfristigen Zielen unterscheiden: 

  • Kurzfristige Ziele sind Ziele, die du in den nächsten 3-12 Monaten erreichen möchtest.
  • Mittelfristige Ziele sind Ziele, die du in den nächsten 3-5 Jahren planst.
  • Langfristige Ziele sind Ziele, die du in den nächsten 20-30 Jahren anstrebst.

Fazit

Auf der aufregenden Reise des Familienlebens spielt die Finanzplanung eine entscheidende Rolle. Die Erstellung eines Haushaltsplans, das Setzen von Zielen, das Sparen für Notfälle und das Sparen für die Zukunft des Kindes sind alles Schlüsselkomponenten für eine finanziell stabile Situation. Es ist nie zu früh, um mit der Finanzplanung zu beginnen, und jeder noch so kleine Schritt ist ein Schritt zur finanziellen Sicherheit.