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Financial Glossary | Altersvorsorge

Kurzdefinition - Altersvorsorge

"Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) ermöglicht Arbeitnehmern, durch Gehaltsumwandlung steuer- und sozialabgabenfrei für das Alter vorzusorgen. Sie ist Teil des Drei-Säulen-Modells der Alterssicherung und umfasst verschiedene Durchführungswege wie Direktzusage, Unterstützungskasse oder Direktversicherung."

Was ist eine betriebliche Altersvorsorge? 

Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) dient der Vorsorge im Alter, um den gewohnten Lebensstandard weiterführen zu können. Jeder Arbeitnehmende, der in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert ist, hat einen Anspruch darauf. Sie zählt neben der gesetzlichen Rentenversicherung und der privaten Altersvorsorge zu dem Drei-Säulen-Modell der Alterssicherung. Die betriebliche Altersvorsorge umfasst finanzielle Leistungen, die Arbeitgebende ihren Arbeitnehmenden zum Beispiel zur Altersvorsorge und Invaliditätsversorgung bei Erwerbs- oder Berufsunfähigkeit zusagen. Der Staat unterstützt Angestellte dabei durch gezielte Förderungen.  

 

Wie funktioniert eine betriebliche Altersvorsorge? 

Seit 2002 können Arbeitnehmende einen Teil ihres Bruttolohns in eine betriebliche Altersvorsorge investieren. Dies funktioniert per Entgeltumwandlung. Der Arbeitgebende kümmert sich um die Gehaltsumwandlung und überweist jeden Monat einen vertraglich festgelegten Betrag des Bruttogehalts in die betriebliche Altersvorsorge. Deshalb sind die Beiträge steuer- und sozialabgabenfrei. Es gibt insgesamt fünf Durchführungswege: Direktzusage, Unterstützungskasse, Pensionskasse, Pensionsfonds und Direktversicherung. Angestellte sollten sich vorab über die Möglichkeiten zur Altersvorsorge ausführlich informieren und beraten lassen. 

Verwandte Begriffe

Nettoeinkommen

Das Nettoeinkommen ist der Betrag, der einem oder einer Arbeitnehmer:in nach Abzug von direkten Steuern wie Einkommensteuer, Kirchensteuer, Solidaritätszuschlag sowie Beiträgen zur Sozialversicherung vom Bruttoeinkommen verbleibt. Es zeigt, wie viel Geld den Personen tatsächlich für Konsum, Sparen oder Investitionen zur Verfügung steht und ist entscheidend für die Berechnung der Einkommensverteilung in einer Volkswirtschaft.

Notgroschen

Ein Notgroschen bezeichnet eine finanzielle Reserve, die schnell zugänglich ist und als Absicherung in Notfällen dient, um unerwartet anfallende Kosten abzudecken und finanzielle Stabilität zu gewährleisten. Um die notwendige Höhe eines Notgroschens zu bestimmen, orientieren sich viele an drei bis sechs Monatsgehältern oder -ausgaben, wobei individuelle Faktoren wie Sicherheitsbedürfnis, Familiensituation und Jobstabilität berücksichtigt werden sollten.

Sparplan

Ein Sparplan ermöglicht es Anlegern, systematisch und regelmäßig Vermögen aufzubauen, indem in vorher festgelegten Intervallen Geld in Wertpapiere oder andere Anlageformen investiert wird. Ein spezieller Typ des Sparplans ist der ETF-Sparplan, bei dem das Geld in ETFs investiert wird, die die Wertentwicklung eines Index wie zum Beispiel des DAX nachbilden.