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Agentic Commerce: Hälfte der Deutschen hält es für wahrscheinlich, dass KI bald einen Großteil ihrer Einkäufe übernimmt

• Riverty und Adyen führen repräsentative Folgestudie zu Agentic Commerce in Deutschland durch
• 49 Prozent der Verbraucher in Deutschland erwarten, dass KI-Assistenten in den nächsten fünf Jahren einen Großteil ihrer alltäglichen Einkäufe übernehmen
• Rückläufiger Trend beim Budget: Nur noch 39 Prozent würden einer KI ein monatliches Shopping-Budget von 51 Euro und mehr anvertrauen – ein Rückgang gegenüber Ende 2025

Berlin, Deutschland, Sept. 24, 2026
Die Logos von Adyen und Riverty nebeneinander als Visual für ihre Zusammenarbeit.

Innerhalb der nächsten fünf Jahre könnte Künstliche Intelligenz den alltäglichen Einkauf der Deutschen grundlegend verändern: 49 Prozent der Verbraucher halten es für wahrscheinlich, dass KI-Assistenten künftig einen Großteil ihrer Besorgungen übernehmen. Das geht aus einer neuen repräsentativen Folgestudie zu Agentic Commerce von Riverty und der Finanztechnologie-Plattform Adyen hervor. Obwohl das Konzept noch jung ist, stößt es auf hohes Grundverständnis: 67 Prozent der Befragten geben an, das Prinzip von KI-Einkaufsagenten zu verstehen. Doch die Haltung der Bevölkerung bleibt gespalten – während jeweils ein Viertel der Befragten dem Thema klar positiv beziehungsweise negativ gegenübersteht, verharrt die Mehrheit noch in einer abwartenden oder leicht skeptischen Haltung.

 

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Kontrolle bleibt das zentrale Thema beim Einsatz von KI-Assistenten: Bereits die erste, im Dezember durchgeführte Agentic-Commerce-Studie von Riverty und Adyen zeigte, dass Transparenz und Kontrollmöglichkeiten entscheidende Voraussetzungen für das Vertrauen der Nutzer sind. So gaben bei der Befragung im Dezember 93 Prozent der Verbraucher an, dass sie Einkaufsentscheidungen einer KI jederzeit einsehen oder stoppen können möchten.

Die aktuelle Befragung geht einen Schritt weiter: Verbraucher formulieren heute sehr konkrete Erwartungen – sie möchten Käufe manuell bestätigen können, Benachrichtigungen erhalten, Budgets festlegen und Transaktionen im Zweifel abbrechen. 21 Prozent nennen die eigene Kontrolle als wichtigsten Faktor für ihr Vertrauen in eine Einkaufs-KI, 19 Prozent sehen den Schutz vor Betrug an erster Stelle und 14 Prozent den Datenschutz. Fast ein Fünftel der Befragten (19 Prozent) gibt an, einer KI beim Einkaufen niemals zu vertrauen. Wie erfolgreich KI-Assistenten künftig sein werden, hängt also nicht davon ab, ob sie möglichst autonom handeln, sondern ob die Nutzer bei wichtigen Entscheidungen die volle Kontrolle behalten.

 

KI darf helfen, aber nicht entscheiden

Vollständige Automatisierung gilt oft als logischer Endpunkt von Agentic Commerce. Die Daten zeichnen jedoch ein differenzierteres Bild: Fast jeder zweite Verbraucher (48 Prozent) möchte einen KI-Assistenten ausschließlich für die Produktrecherche und Empfehlungen nutzen, um nach einer Weiterleitung auf die Produktseite selbst zu entscheiden und den Kauf selbstständig abzuschließen. Etwa 16 Prozent halten es für akzeptabel, wenn ein KI-Agent nach Beauftragung via Chat direkt kauft – ohne Weiterleitung auf die Produktseite. Bei 11 Prozent dürfen KI-Agenten zumindest kleinere Käufe autonom ausführen.

Gleichzeitig lehnt jeder vierte Befragte (25 Prozent) jegliche Entscheidungsfreiheit für KI beim Einkaufen komplett ab – wobei dieser Anteil in der Altersgruppe ab 45 Jahren deutlich höher liegt. Dies verdeutlicht, dass für Verbraucher das Delegieren repetitiver Aufgaben, die Zeitersparnis und bessere Produktempfehlungen im Vordergrund stehen. Agentic Commerce entwickelt sich damit weniger zum vollautonomen Einkaufen als vielmehr zum intelligenten Co-Piloten.

 

Eher Routinen als komplexe Entscheidungen

Am ehesten würden die Deutschen einem KI-Assistenten beim Kauf von Lebensmitteln und Haushaltswaren vertrauen (33 Prozent). Auf Platz 2 folgen Abonnement-Käufe wie Streaming-Services oder Fitnessstudio-Mitgliedschaften (25 Prozent Zustimmung), gefolgt von Ticketing (24 Prozent), Mobilität (23 Prozent) sowie Mode & Kleidung und Elektronik (jeweils 21 Prozent).

Der Rechnungskauf bleibt mit Abstand die bevorzugte Zahlungsart, wenn eine KI einen Einkauf ausführt: Mehr als die Hälfte der Befragten (51 Prozent) präferiert diese Option. Das digitale Wallet konnte an Zustimmung gewinnen und landet damit auf Platz zwei: Die Zahlungsmethode wird mittlerweile von 15 Prozent bevorzugt (bei der ersten Befragung lag dieser Wert noch bei 10 Prozent).

Zudem zeigt sich eine geringere Bereitschaft beim Budget: Aktuell würden 39 Prozent der Deutschen einer KI ein monatliches Shopping-Budget von 51 Euro und mehr anvertrauen – ein Rückgang im Vergleich zur ersten Befragung im Dezember 2025, bei der dieser Wert noch bei 50 Prozent lag.

 

Die Beziehung zwischen Händler und Kunden

Eine der zentralen Fragen rund um den Einsatz von KI-Assistenten betrifft die direkte Kundenbeziehung: Händler befürchten zunehmend eine Disintermediation, also den Verlust des direkten Kontakts zum Kunden.

Die Studienergebnisse zeigen jedoch, worauf es Verbrauchern im Kern ankommt – denn die eigentliche Vertrauensarbeit findet im Hintergrund statt: Die Mehrheit wünscht sich weiterhin direkten, menschlichen Support bei Problemen mit dem Produkt oder der Lieferung (56 Prozent) sowie volle Transparenz über die gespeicherten Daten (41 Prozent). 30 Prozent haben Interesse an exklusiven Angeboten oder Rabatten für die nächste Bestellung, die ihnen direkt zugeschickt werden, und 23 Prozent wünschen sich personalisierte Tipps oder Updates zum Produkt. Lediglich 6 Prozent geben an, überhaupt keinen Kontakt mehr zum Händler zu wünschen.

„Agentic Commerce verändert grundlegend, wie Menschen und Marken interagieren. Die Studienergebnisse zeigen deutlich: Verbraucher suchen Unterstützung, wollen aber nicht die Kontrolle abgeben. Für Händler ist das eine entscheidende Chance. Es geht nicht darum, den Kundenkontakt an KI-Plattformen zu verlieren, sondern darum, die direkte Kundenbeziehung auch in der KI-Ära zu sichern“, so Hella Fuhrmann, Country Managerin DACH bei Adyen. „Mit einer flexiblen, sicheren Infrastruktur schaffen Händler nahtlose Übergänge zwischen KI-Assistenten und ihren eigenen Angeboten – und stellen sicher, dass Vertrauen, Betrugsschutz und die volle Kontrolle immer an erster Stelle stehen.“

„Die Studie zeigt, dass Verbraucher KI nicht grundsätzlich ablehnen, sondern ihr klare Leitplanken setzen möchten. Wer Agentic Commerce erfolgreich gestalten will, muss Vertrauen in den gesamten Kaufprozess integrieren. Dazu gehören transparente Entscheidungen, wirksamer Betrugsschutz und vor allem Zahlungsmethoden, die den Menschen jederzeit die Kontrolle über ihre Ausgaben geben. Payment wird damit vom reinen Transaktionsschritt zu einem entscheidenden Vertrauensfaktor für den Einkauf mit KI.“ so Alexander Scheibel, Product Lead BNPL bei Riverty.

Über Riverty Group

Riverty ist eine treibende Kraft im Fintech-Sektor und in zehn europäischen Ländern aktiv. Mit mehr als 4.000 Mitarbeitenden bietet das Unternehmen der Bertelsmann- Gruppe Payment-, Inkasso- und Factoring-Lösungen, die Unternehmen und Privatpersonen beim Management finanzieller Prozesse und Zahlungsströme unterstützen. Das Unternehmen verfügt über mehr als 60 Jahre Erfahrung im Finanzdienstleistungsbereich, die bis ins Jahr 1960 zurückreicht.

Corporate Communications

Kristina Hunter Nilsson
Kristina Hunter Nilsson
Global
Corporate Affairs Lead & Spokesperson
Polina Dmitrenko
Polina Dmitrenko
DACH
PR & Communications Manager