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Wie Beauty-Marken mit einem nahtlosen Kauferlebnis punkten: von Checkout bis After-Sales

Die erfolgreichsten Beauty-Marken betrachten Checkout und After-Sales nicht als getrennte Teile der Customer Journey, sonder als ein durchgängiges, nahtloses Erlebnis. Genau dieser Perspektivwechsel verschafft Marken einen Vorteil.

Aug. 25, 2026 5 min
Beauty products being sold

Loyalität entsteht über die gesamte Customer Journey hinweg

Gerade für Beauty-Händler im E-Commerce steht viel auf dem Spiel. Kund:innen kaufen nicht nur Produkte, sondern ganze Routinen. Sie investieren in Marken, denen sie vertrauen, und bleiben ihnen treu. Dieses Vertrauen entsteht an jedem einzelnen Touchpoint: Wie einfach ist der Checkout? Wie klar sind die Zahlungsbedingungen? Wie transparent wird die Lieferung kommuniziert? Was passiert, wenn etwas nicht nach Plan läuft? Marken, die all das richtig machen, bauen eine langfristige Beziehung zu ihren Kund:innen auf, statt nur eine einmalige Transaktion abzuwickeln.

Die Transaktion ist dabei nur der Einstiegspunkt. Loyalität entsteht davor und danach. Statt die Customer Journey als Abfolge von Übergaben zwischen einzelnen Abteilungen wie Marketing, Checkout, Fulfilment und Kundenservice zu betrachten, bewerten führende Beauty-Marken sie als ein einziges, durchgängig gestaltetes Erlebnis. Jedes Element stärkt das Vertrauen der Kund:innen oder untergräbt es. Marken, die das verstanden haben, binden ihre Kund:innen, anstatt sie ständig neu zurückgewinnen zu müssen.

Checkout: der erste Moment eines nahtlosen Kauferlebnisses

Im Checkout entscheidet sich, ob aus einer Kaufabsicht ein tatsächlicher Kauf wird. Bis Kund:innen diesen letzten Schritt erreichen, haben sie bereits recherchiert, Produkte verglichen und sich für bestimmte Artikel entschieden. Was als Nächstes passiert, hängt fast vollständig davon ab, ob das Zahlungserlebnis ihnen Sicherheit gibt oder sie zögern lässt. 

Für Beauty-Händler wiegt dieser Moment schwerer als in vielen anderen E-Commerce-Kategorien. Beauty-Warenkörbe sind in der Regel größer. Wer sich eine Skincare-Routine mit Produkten wie Reinigung, Serum, Feuchtigkeitscreme und Sonnenschutz zusammenstellt, investiert einen spürbaren Betrag in eine Marke, die eine Kundin oder ein Kunde vielleicht erst kürzlich entdeckt hat. Je größer sich dieses Commitment für die Kund:innen anfühlt, desto mehr muss der Checkout dazu beitragen, dass er überschaubar und reibungslos wirkt.

Die Daten bestätigen das. Einer von fünf besonders aktiven Online-Shoppern hält „Buy Now, Pay Later“ (BNPL) im Checkout inzwischen für unverzichtbar. In der Gruppe der 18- bis 39-Jährigen, die den Großteil der Ausgaben im Bereich Beauty tätigt, suchen 43 % aktiv nach flexiblen Zahlungsoptionen beim Online-Shopping. Ein Checkout, der das nicht bietet, öffnet eine große Lücke zwischen den Erwartungen der Kund:innen und dem, was das Unternehmen liefert. Genau in dem Moment, in dem diese Lücke das Unternehmen am meisten kostet.

Die Zahlungsauswahl spielt dabei eine direkte Rolle. Kund:innen, denen flexible Ratenzahlungsoptionen klar auf der Produktseite, im Warenkorb und im Checkout selbst angezeigt werden, haben das Gefühl, ihre Entscheidung im Griff zu haben. Genau dieses Sicherheitsgefühl verwandelt Kaufzögern in eine abgeschlossene Bestellung. Händler, die flexible Zahlungsmethoden integrieren und sie früh in der Journey sichtbar machen, statt sie erst im letzten Schritt vorzustellen, erzielen messbar bessere Ergebnisse: mehr abgeschlossene Käufe, höhere durchschnittliche Bestellwerte und Kund:innen, die sich im Moment der Entscheidung sicher statt gedrängt fühlen.

Das wird besonders im niederländischen Markt deutlich. Niederländische Verbraucher:innen sind mit iDEAL aufgewachsen. Für sie sind flexible, vertraute Zahlungsoptionen eine Grunderwartung und kein zusätzlicher Vorteil. Sie sind fest auf großen Plattformen wie Bol.com, Zalando und Wehkamp verankert. Laut Untersuchungen der niederländischen Finanzaufsicht AFM gab es 2024 in den Niederlanden 53 Millionen BNPL-Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von 5,1 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 17 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Für Beauty-Händler, die niederländische Kund:innen ansprechen möchten, signalisiert ein Checkout, der diese Erwartungen nicht widerspiegelt, dass sie sich nicht ausreichend mit ihrer Zielgruppe auseinandergesetzt haben.

In Deutschland zeigt sich ein ähnliches Bild mit eigenen lokalen Besonderheiten. Der Rechnungskauf ist für deutsche Käufer:innen besonders wichtig, da er Vertrauen und Flexibilität bietet. Untersuchungen zeigen, dass 82 % der deutschen Käufer:innen einen Kauf abbrechen, wenn ihre bevorzugte Zahlungsmethode nicht verfügbar ist. Auch „Buy Now, Pay Later“ wächst in Deutschland rasant mit einem jährlichen Transaktionswachstum von fast 18 %. Für Händler wie Flaconi ist das Erfüllen dieser Erwartungen keine Option, sondern der Standard, den Käufer:innen in Deutschland voraussetzen.

Transparenz ist ein Teil davon, aber längst nicht alles. Entscheidend ist, dass der Checkout konsequent aus Sicht der Kund:innen gedacht ist: klare Bedingungen, ein reibungsloser Ablauf, vertraute Zahlungsmethoden und keine Überraschungen. Ein Checkout, der all das leistet, gibt die Richtung vor für alles, was danach kommt.

After-Sales: Wo die Post-Purchase-Journey Loyalität aufbaut

Kund:innen durch den Checkout zu bringen, ist der erste Schritt. Entscheidend ist, was danach passiert: wird die Beziehung gepflegt, vertieft oder verspielt. Die Post-Purchase-Journey im Beauty-Bereich umfasst mehr, als viele Händler berücksichtigen. Dazu gehören die Zahlungskommunikation – also Bestätigungen, Übersicht zu Ratenzahlungen und Erinnerungen vor Fälligkeit –, aber auch Lieferupdates, Kundenservice-Interaktionen, Self-Service-Optionen sowie der Rückgabe- und Erstattungsprozess. Jeder dieser Punkte ist ein Touchpoint in der Customer Journey, der das im Checkout aufgebaute Vertrauen entweder stärkt oder untergräbt.

Bei der Kommunikation verlieren viele Marken an Boden, ohne es zu merken. Wenn Kund:innen nach einem Kauf unklare oder widersprüchliche Nachrichten zu ihrem Zahlungsplan, ihrem Lieferstatus oder ihrem Konto erhalten, entsteht eine Lücke zwischen Markenversprechen und Markenrealität. Häufig äußern Kund:innen ihre Unzufriedenheit gar nicht, sondern sie kommen einfach nicht wieder.

Genauso wichtig ist es für Kund:innen, die Kontrolle über ihre Zahlungen zu haben. Wer auf flexible Zahlungsbedingungen setzt, möchte diese einfach verwalten können: Sie möchten sehen, welche Beträge noch offen sind, wann diese fällig sind, und welche Optionen sie haben, wenn sich etwas ändert. Self-Service-Funktionen, ob per App oder Kundenportal, machen den Support-Kontakt für Standardanliegen überflüssig. Das ist nicht nur im Sinne der Kund:innen, sondern reduziert gleichzeitig das Anfragevolumen für Händler spürbar. Dies ist ein operativer Vorteil, der mit wachsendem Kundenstamm weiter ins Gewicht fällt.

Für die Lieferkommunikation gilt dieselbe Logik. Wenn Kund:innen proaktive, klare Updates zu ihrem Bestellstatus erhalten, müssen sie sich keine Sorgen machen oder nachfragen. Sie fühlen sich gut betreut. Genau dieses Gefühl an einem Punkt der Customer Journey, den die meisten Marken rein logistisch behandeln, ist ein echtes Unterscheidungsmerkmal in einem wettbewerbsintensiven Markt.

Proaktive Lieferkommunikation, wie etwa eine Versandbestätigung, ein Tracking-Update oder ein Hinweis bei Verzögerungen, nimmt die Unsicherheit, die Kund:innen dazu bewegt, den Support zu kontaktieren. Wenn Kund:innen wissen, was mit ihrer Bestellung passiert, ohne nachfragen zu müssen, wirkt die Marke organisiert und vertrauenswürdig. Fehlt diese Information, ist die erste Interaktion nach dem Kauf von Unsicherheit, unnötigem Nachfragen und Ärger geprägt.

Der Kundenservice steht dabei im Mittelpunkt. Im Beauty-E-Commerce entstehen Support-Kontakte meist in kritischen Momenten: Eine Kundin hat eine Frage zur Zahlung, eine Bestellung verzögert sich oder ein Produkt kommt nicht wie erwartet an. Wie mit diesen Situationen umgegangen wird, hat einen überproportional großen Einfluss darauf, ob Kund:innen wiederkommen. Ein Serviceerlebnis, das Probleme schnell löst, klar kommuniziert und ohne ständiges Wiederholen derselben Informationen auskommt, zeigt, dass die Marke ihre Verantwortung nach dem Kauf ernst nimmt.

Self-Service-Optionen wie Kundenportale, die Verwaltung von Zahlungen in der App und ein leicht zu nutzendes Order-Tracking verringern von vornherein die Zahl der Support-Anfragen. Allerdings können die den echten menschlichen Kontakt nicht ersetzen, wenn wirklich einmal etwas schiefläuft. Marken, die das erkennen, betrachten den Kundenservice als Loyalitäts-Touchpoint, den sie aktiv positiv gestalten können.

Retouren und Erstattungen vervollständigen das Bild. Im Beauty-Bereich sind die Rückgabequoten niedriger als in der Modebranche, denn eine Feuchtigkeitscreme schickt man nicht so einfach zurück wie ein Kleid. Kommt es dennoch zu einer Retoure, sendet eine unkomplizierte Abwicklung ein klares Signal darüber, wie sehr die Marke ihre Kund:innen über den reinen Verkaufsmoment hinaus wertschätzt. Eine schnell abgewickelte, klar kommunizierte und unkomplizierte Retoure stärkt die Loyalität weit wirksamer als die meisten Werbemaßnahmen, weil sie in einem entscheidenden Moment Verlässlichkeit zeigt. Eine langsame oder umständliche Retoure schadet der Beziehung nachhaltig. In einer Kategorie, die von Wiederkäufen lebt, summiert sich dieser Schaden mit der Zeit.

Wie erfolgreiche Beauty-Marken ein positives Kundenerlebnis schaffen

Marken, die im Beauty-E-Commerce dauerhaft Kund:innen binden, haben eines gemeinsam: Sie betrachten das After-Sales-Erlebnis als Teil der Marke und nicht als Backoffice-Funktion.

Das bedeutet, dass dieselbe Sorgfalt und Klarheit, die in die Produktentwicklung, die visuelle Identität und das Marketing fließen, auch dafür gelten, wie Zahlungserinnerungen formuliert sind, wann Lieferupdates verschickt werden und wie Kundenservice-Gespräche geführt werden. Der Ton bleibt konsistent, die Informationen sind klar und das Erlebnis fühlt sich in jeder Phase des Shopping-Prozesses positiv und einheitlich an.

flaconi, einer der führenden Online-Beauty-Händler Deutschlands mit mehr als 4,5 Millionen aktiven Kund:innen, zeigt eindrücklich, wie das in der Praxis aussieht. Zur Vorbereitung auf die Peak-Season 2024 mit Black Friday und Weihnachten arbeitete flaconi mit Riverty zusammen, um genau in den entscheidenden Momenten Vertrauen aufzubauen. Gemeinsam integrierten sie die Zahlungsmethoden Kauf auf Rechnung, Lastschrift und BNPL und gaben Kund:innen damit echte Flexibilität, wie und wann sie bezahlen. Ratenoptionen wurden an zentralen Touchpoints entlang der Customer Journey sichtbar gemacht, mit klarer, markenkonsistenter Kommunikation je nach Zahlungsbedingungen. Auch die Zahlungskommunikation nach dem Kauf wurde im gleichen Ton gestaltet, den Kund:innen bereits aus dem Checkout kannten. Die Ergebnisse waren messbar: eine verbesserte Konversion während der Peak-Zeiten, höhere durchschnittliche Bestellwerte und ein deutlicher Rückgang von Anfragen nach dem Kauf, die auf Unsicherheit bei den Zahlungsbedingungen zurückgingen. Die vollständige flaconi Case Study zeigt, wie das Unternehmen während der Peak-Season Vertrauen in seine Zahlungsprozesse aufbauen konnte.

flaconi zeigt: Ein Kauferlebnis ist nicht auf ein einzelnes Feature beschränkt, sondern erfordert einen integrierten, ganzheitlichen Gestaltungsansatz. Das bedeutet, die Gefühlslage der Kund:innen in jeder Phase der Customer Journey zu berücksichtigen und genau die Reibungspunkte zu beseitigen, die das Vertrauen stören, statt es zu stärken.

Für die meisten Beauty-Händler sind diese Punkte vorhersehbar:

  • Zahlungsoptionen, die erst im letzten Checkout-Schritt sichtbar werden
  • Kommunikation nach dem Kauf, die sich losgelöst von der Marke anfühlt
  • Fehlende oder vage Lieferupdates
  • Retourenprozesse, die unnötigen Aufwand erfordern
  • Kundenservice-Interaktionen, die Probleme nicht beim ersten Kontakt lösen

Jeder dieser Punkte lässt sich für sich genommen leicht lösen. Die Herausforderung und Chance besteht darin, sie alle im Rahmen einer stimmigen, verbundenen Customer-Experience-Strategie anzugehen.

Makeup brushes

Kundenloyalität im Beauty-E-Commerce gewinnen: von Checkout bis After-Sales

Beauty-Kund:innen sind von Natur aus loyal. Sie finden Produkte und Routinen, die funktionieren, und Marken, denen sie vertrauen. Aus diesem Grund kehren sie regelmäßig zu ihnen zurück. Doch diese Loyalität muss verdient werden und in jeder Phase der Customer Journey aufrechterhalten werden.

 

Marken, die das verstanden haben, investieren in mehr als nur gute Produkte und starkes Marketing. Sie investieren in das gesamte Kundenerlebnis: die Klarheit des Checkouts, die Verlässlichkeit der Zahlungskommunikation, die Reibungslosigkeit der Lieferupdates, die Einfachheit von Self-Service und Support sowie die Qualität des Rückgabeprozesses, sollte er einmal nötig sein. Jede dieser Interaktionen ist entweder eine Chance, die Entscheidung der Kund:innen für die Marke zu bestätigen, oder ein Risiko, diese zu untergraben.

Zahlungen ziehen sich durch die gesamte Customer Journey. Sie beginnen mit dem ersten Blick auf eine Ratenzahlungsoption auf der Produktseite und enden mit der finalen Bestätigung einer Rückerstattung. In jeder Phase der Kundenbeziehung ist die Zahlungserfahrung eingewoben. Sie als reine Hintergrundinfrastruktur zu behandeln, ist eine verpasste Chance. Wer Zahlungen dagegen als Teil des Markenerlebnisses versteht – und mit derselben Sorgfalt gestaltet wie Produkt und Content –, verwandelt Erstkäufe in langfristige Kundenbeziehungen, auf denen Beauty-Unternehmen aufbauen.

Die erfolgreichsten Beauty-Marken haben das erkannt. Sie haben diesen Wandel bereits vollzogen. Händler, die das noch nicht getan haben, müssen sich fragen: Wie viel Kundenbindung im E-Commerce sind sie bereit, in der Zwischenzeit liegenzulassen?

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